Startseite | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Sozialhotline
Benutzerdefinierte Suche
Sie befinden sich hier: Startseite > Wohngeld & Anspruch > FAQ - Die häufigsten Fragen
Einkommenskatalog

Sie finden hier die uns bei der Sozialhotline am häufigsten gestellten Fragen in Sachen Wohngeld.

Allgemeine Fragen

Was sind Haushaltsmitglieder?

Ich mache ein FSJ/ein Praktikum/den Bundesfreiwilligendienst - wie sieht es mit Wohngeld aus?

Habe ich als Azubi einen Anspruch auf Wohngeld?

Ich bin Student oder mache eine schulische Ausbildung. Habe ich Anspruch auf Wohngeld?

Ich beziehe ALG II/Grundsicherung. Kann ich zusätzlich Wohngeld bekommen?

Erhöht sich das Wohngeld oder wird es niedriger, wenn Änderungen bei Einkommen oder Miete eintreten?

Einkommen und Vermögen

Was zählt zum Einkommen?

Was ist alles vom Einkommen absetzbar?

Kann ich auch bei keinem oder sehr geringem Einkommen Wohngeld bekommen? Was ist das "Mindesteinkommen"?

Wieviel Einkommen darf ich haben, um noch Wohngeld zu bekommen?

Wie hoch darf mein Vermögen sein?

Miete und Belastungen

Was gehört zur Miete?

Was gehört zu den Belastungen bei einem Eigenheim?

Was sind Betriebskosten?

Ich muß Betriebskosten nachzahlen. Wie stelle ich bei dem Wohngeldamt einen entsprechenden Antrag.

Ich habe Betriebskosten zurückerhalten, da ich zuviel Vorauszahlungen geleistet habe. Muß ich das dem Wohngeld  melden?

Erhöht sich das Wohngeld oder wird es niedriger, wenn Änderungen bei Einkommen oder Miete eintreten?´

Allgemeine Fragen

Was sind Haushaltsmitglieder?

Haushaltsmitglieder sind Personen, die mit Ihnen zusammen in einer Wohnung wohnen und entweder mit Ihnen verwandt sind oder mit Ihnen zusammen wirtschaften oder bei der eine sogenannte Einstandsgemeinschaft vorliegt.. Personen, auf denen dies nicht zutrifft, sind somit keine Haushaltsmitglieder und müssen dementsprechend nicht als "Haushaltsmitglieder" im Antrag auf Wohngeld angegeben werden. Eine Einstandsgemeinschaft liegt bei Paaren vor, die mindestens 1 Jahr zusammenleben. Die 1-Jahresfrist ist schon vor Ablauf des Jahres beendet, wenn das Paar zusammen wirtschaftet und/oder in dessen Haushalt ein minderjähriges Kind lebt.


Ich mache ein FSJ/ein Praktikum/den Bundesfreiwilligendienst - wie sieht es mit Wohngeld aus?

Grundsätzlich ist bei eine dieser Tätigkeiten ein Wohngeldanspruch vorhanden. Allerdings bedeutet das nicht, daß auch wirklich Wohngeld gezahlt wird. Grund dafür ist das oft für das Wohngeld zu niedrige Einkommen.


Habe ich als Azubi einen Anspruch auf Wohngeld?

Grundsätzlich besteht während der beruflichen Erstausbildung ein Anspruch auf Berufsaubildungsbeihilfe (BAB), über daß Sie sich unter www.ausbildungundgeld.de näher informieren können. Mit diesem grundsätzlichen Anspruch entfällt ein Anspruch auf Wohngeld, sofern Sie allein leben. Dies gilt auch dann, wenn das BAB beispielsweise wegen zu hohem Einkommen oder Vermögen der Eltern nicht gezahlt wird. Leben Sie mit jemanden zusammen, der keinen grundsätzlichen Anspruch auf BAB (oder BaföG hat, könnte jedoch wieder ein Wohngeldanspruch vorhanden sein.

Weiterführende Informationen


Ich bin Student oder mache eine schulische Ausbildung. Habe ich Anspruch auf Wohngeld?

Solange dem Grunde nach ein Anspruch auf BaföG oder Schüler-BaföG besteht, ist kein Anspruch auf Wohngeld vorhanden, sofern der Auszubildende allein lebt.Das gilt auch dann, wenn BaföG zum Beispiel wegen zu hohem Einkommen und/oder Vermögen der Eltern nicht gezahlt wird. Nur wenn das (Studenten-)BaföG als Vollkredit gewährt wird, besteht wieder ein Anspruch auf Wohngeld. Auch wenn der Auszubildende mit jemanden zusammenwohnt, der kein grundsätzlichen Anspruch auf Ausbildungsförderung hat, kann ein Wohngeldanspruch wieder vorhanden sein.

Weiterführende Informationen


Ich beziehe ALG II/Grundsicherung. Kann ich zusätzlich Wohngeld bekommen?

Der Bezug von ALG II ("Hartz IV"), Sozialhilfe oder Grundsicherung schließt einen Wohngeldanspruch aus, sofern diese Leistung nicht vollständig als Darlehen gewährt wird.

Weiterführende Informationen


Erhöht sich das Wohngeld oder wird es niedriger, wenn Änderungen bei Einkommen oder Miete eintreten?

Eine Änderung der Höhe ergibt sich nur, wenn im laufenden Bewilligungszeitraum sich das Einkommen oder die Miete um jeweils 15% verändern. Wird diese Grenze nicht überschritten, wird der Wohngeldanspruch erst zu Beginn des kommenden Bewilligungszeitraumes entsprechend angepaßt. Allerdings sollten Sie auch dann, wenn sich die Änderung innerhalb der 15%-Grenze bewegt, dem Wohngeldamt die Änderung mitteilen, um Ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen.

Weiterführende Informationen


Einkommen und Vermögen

Was zählt zum Einkommen?

Als Einkommen zählen alle Arten, unabhängig ob steuerfrei oder steuerpflichtig und unabhängig davon, ob sie einmalig oder regelmäßig gezahlt werden. Insbesondere sind dies

  • Arbeitseinkommen
  • Lohn und Gehalt inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie steuerfreie Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit
  • Renten
  • Unterhaltszahlungen
  • Lohnersatzgelder (wie z.B. Krankengeld)
  • ALG I
  • Kurzarbeiter- und Schlechtwettergeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Einnahmen aus Kapitalvermögen

Es gibt nur sehr wenige Einkommensarten, die nicht bei dem Wohngeld angerechnet werden (aber dennoch angegeben werden müssen!). Dazu zählen

  • echte Darlehen
  • Studien- oder Bildungskredite
  • Kindergeld
  • Elterngeld bis 300 €

Weiterführende Informationen


Was ist alles vom Einkommen absetzbar?

Mit einer jeweils 10%tigen Pauschalisierung wird die Zahlung von

  • Einkommens- und/oder Lohnsteuer
  • Beiträgen zur Rentenversicherung
  • Beiträgen zur Krankenversicherung

vom Einkommen abgesetzt. Bei einem sozialversicherungspflichtigem Erwerbseinkommen wird eine Werbungskostenpauschale von 1.000 € je Jahr angesetzt. Bei höheren Werbungskosten müssen diese nachgewiesen werden. Bei berufstätigen Eltern können Kinderbetreuungskosten ebenso abgesetzt werden, sofern sich beide Elternteile in einer Vollzeittätigkeit befinden und es sich um sozialversicherungspflichtiges Erwerbseinkommen handelt.

Weiterführende Informationen


Kann ich auch bei keinem oder sehr geringem Einkommen Wohngeld bekommen? Was ist das "Mindesteinkommen"?

Ab und zu ist im Internet etwas vom notwendigen "Mindesteinkommen" bei dem Wohngeld geschrieben, gleichzeitig wird von selbsternannten "Experten" die Existenz eines solchen Mindesteinkommens vehement bestritten. Wer hat nun Recht? Beide Seiten, wobei aber die Aussage, daß es das Mindesteinkommen nicht gebe, eher irreführend und falsch ist: begründet wird die Aussage dieser "Experten" damit, daß das Wort "Mindesteinkommen" nirgendwo im Wohngeldgesetz vorkommt. Das ist richtig - der Begriff "Mindesteinkommen" ist kein in diesem Zusammenhang offiziell verwendetes Wort. Hätten die selbsternannten "Experten" aber auch mal das Gesetz und die Verwaltungsordnungen gelesen (und vor allem: auch verstanden) hätten, wüßten diese, daß ihre Ansicht falsch ist.

Voraussetzung für den Anspruch auf Wohngeld ist zumindest das Erreichen des sozialhilferechtlichen Bedarf. Wie hoch dieser Bedarf ist, kann nicht pauschal ausgesagt werden, da sich die Berechnung aus den unterschiedlichsten Parametern zusammensetzt. Eine Faustformel finden Sie aber bei den Weiterführenden Informationen. Diese Faustformel kann aber nur einen Anhaltspunkt geben - das tatsächliche Mindesteinkommen kann durchaus niedriger, aber auch höher liegen. Genre helfen wir Ihnen kostenlos bei der Berechnung Ihres Mindesteinkommens - alle entsprechenden Kontaktdaten finden Sie unter www.sozial-hotline.de .

Weiterführende Informationen


Wieviel Einkommen darf ich haben, um noch Wohngeld zu bekommen?

Es gibt ein Maximaleinkommen, daß sich nach der Anzahlt der Haushaltsmitglieder und der Mietstufe des Wohnortes richtet.

Weiterführende Informationen


Wie hoch darf mein Vermögen sein?

Der Antragsteller darf bis zu 60.000 € Vermögen haben, für jedes weitere Haushaltsmitglied werden weitere 30.000 € angerechnet.

Weiterführende Informationen


Miete und Belastungen

Was gehört zur Miete?

Entscheidend ist die Kaltbruttomiete, also die Kaltmiete zuzüglich der Betriebskosten, aber ohne die Kosten für Warmwasser und Heizung.

Weiterführende Informationen


Was gehört zu den Belastungen bei einem Eigenheim?

Zu den Belastungen gehören alle laufenden Betriebskosten (wie z.B. Grundstücksteuern, Müllabfuhr, Schornsteinfeger usw.) sowie die Kredite und Zinsen für den Grundstücks- bzw. Hauskauf. Nicht dazu gehören die Kosten für Warmwasser und Heizung.

Weiterführende Informationen


Was sind Betriebskosten?

Zu der eigentlichen (Kalt-)Miete oder den (Kalt-)Belastungen kommen noch die laufenden Betriebskosten hinzu, die bei dem Wohngeld entsprechend berücksichtigt werden. Was diese Betriebskosten im einzelnen sein können, ist den weitergehenden Informationen zu entnehmen.

Weiterführende Informationen


Ich muß Betriebskosten nachzahlen. Wie stelle ich bei dem Wohngeldamt einen entsprechenden Antrag.

Gar nicht. Nachzahlungen werden bei dem Wohngeld nicht berücksichtigt und entsprechende Anträge haben keinerlei Sinn. Allerdings sollte die Betriebskostenrechnung bei dem nächsten Fortsetzungsantrag dem Wohngeldamt vorgelegt werden, da sich durch erhöhte Betriebskostenvorauszahlungen das Wohngeld erhöhen kann.


Ich habe Betriebskosten zurückerhalten, da ich zuviel Vorauszahlungen geleistet habe. Muß ich das dem Wohngeld  melden?

Nein, ein solches Guthaben ist ohne Belang für das Wohngeld. Allerdings kann sich durch eine entsprechende Anpassung der Vorauszahlungen im nächsten Bewilligungszeitraum ein niedrigeres Wohngeld ergeben.


Erhöht sich das Wohngeld oder wird es niedriger, wenn Änderungen bei Einkommen oder Miete eintreten?

Ändert sich das Einkommen oder die Miete um mehr als 15%. wird das Wohngeld entsprechend im laufenden Bewilligungszeitraum neu berechnet. Beträgt die Änderung weniger als die 15%, wird sie erst mit Beginn des neuen Bewilligungszeitraumes berücksichtigt. Aber dennoch sollte im Rahmen der Mitwirkungspflicht die Änderung unverzüglich dem Amt mitgeteilt werden!